Richard Wagner ist Leipziger - Leipzig Tourismus und Marketing GmbH

Augustusplatz 9, D-04109 Leipzig
 
Stand / Druckdatum: 19.12.2014

Das Haus Zum Arabischen Coffe Baum | Richard Wagner ist Leipziger - Leipzig Tourismus und Marketing GmbH

 

 
Sie befinden sich hier:  ein Leipziger    Das Haus Zum Arabischen Coffe Baum
 

Das Haus Zum Arabischen Coffe Baum

Der junge Richard Wagner 1813 - 1834

 
 
 
 
Das Coffe Baum wurde im Jahre 1556 erbaut und ist eines der ältesten Kaffeehäuser Deutschlands. Im Jahr 1703 erfolgte ein durchgreifender Um- bzw. Neubau des Gebäudes. 1717 nahm der kurfürstlich-sächsische und königlich-polnische Hofchocolatier Johann Lehmann das Haus in Besitz und ließ es 1718 / 19 zu einem großzügigen Kaffeehaus umbauen. Die Mittelachse der Fassade wurde durch Sandsteingewände, zwei barocke Fenstergiebel und einer szenischen Plastik über dem Eingang betont.

Robert Schumann war von 1833 bis 1840 oft zu Gast im Kaffeebaum, um im Kreise der sogenannten Davidsbündlern über seine Neue Zeitschrift für Musik zu diskutieren. Die Vereinigung wurde von Robert Schumann geleitet und bestand vor allem aus jungen Musikern, die mit den Zuständen in Deutschland, was die Musik betraf, unzufrieden waren. Wagner nahm an der Tafelrunde im Kaffeebaum zwar nicht teil, aber war mit Robert Schumann und anderen sogenannten Davidsbündlern bekannt. 1834 erschienen in der Neuen Zeitschrift für Musik Nr. 63 vom 6. November und 64 vom 10. November Artikel von Richard Wagner unter dem Pseudonym Canto Spinato.
 
 
„Den Spaziergänger, der durch das Barfußpförtchen von der Promenade her den Barfußberg hinaufsteigt, fesselt heute wie ehedem der Anblick eines schlichten, nur in der Mittelachse durch Barockarchitektur vorteilhaft betonten Hauses, Kleine Fleischergasse Nr. 4. Vor allem das Portal lenkt mit seinem Hochrelief das Auge auf sich. Es stellt einen Türken dar, hingelagert über der Tür, einem nackten Knaben eine Tasse reichend. Neben ihm steht eine schön geschwungene Kanne; zwischen Türken und Kind ein Baum, das ganze symmetrisch teilend, die Mittelachse nach oben wie unten andeutend. Erklärung findet das Bildwerk durch die im Abschlußbogen oberhalb angebrachte Inschrift: Zum Arabischen Coffeebaum.“

Lange, Walter: Richard Wagner und seine Vaterstadt Leipzig, C.G.W. Siegel‘s Musikalienhandlung (R. Linnemann), Leipzig, 1921, S. 87.
 
 
„Schumann kannte ich bereits von Leipzig her: wir hatten ungefähr gleichzeitig unsere musikalische Laufbahn begonnen; für die früher von ihm redigierte »Neue Zeitschrift für Musik« hatte ich zu verschiedenen Zeiten kleine Aufsätze, zuletzt einen größeren über das »Stabat mater« von Rossini aus Paris geliefert.“

Richard Wagner: Mein Leben. Band 1. Dietrich‘sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig, 1958, S. 518.
 
Barocke Portalplastik am Kaffeebaum, vermutlich vom Dresdner Bildhauer Bejamin Thomae 1719. - Richard ist Leipziger - Ein Leipziger  (Quelle: Kulturstiftung Leipzig)
Barocke Portalplastik am Kaffeebaum, vermutlich vom Dresdner Bildhauer Bejamin Thomae 1719.
 
Haus „Zum Kaffeebaum“, heutiger Zustand. Die Fassadenfarbigkeit entspricht der Zeit Richard Wagners in Leipzig. - Richard ist Leipziger - Ein Leipziger  (Quelle: Kulturstiftung Leipzig)
Haus „Zum Kaffeebaum“, heutiger Zustand. Die Fassadenfarbigkeit entspricht der Zeit Richard Wagners in Leipzig.
 
Sogenannte Schumannecke, heutiger Zustand - Richard ist Leipziger - Ein Leipziger  (Quelle: Kulturstiftung Leipzig)
Sogenannte Schumannecke, heutiger Zustand
 
 
 
Quelle: Ein Leipziger (Kulturstiftung Leipzig)