Am 10. Oktober 1766 wurde das Theater auf der Ranstädter Bastei in Anwesenheit des Studenten Johann Wolfgang Goethe mit der Tragödie „Herrmann“ von Elias Schlegel eröffnet. Das Gebäude wurde 1943, im zweiten Weltkrieg, zerstört und nach 1945 nicht wieder aufgebaut (heutiger Standort: die Zentralhaltestelle der Straßenbahn am Goerdeler Ring). Es war der erste Theaterneubau Leipzigs. Der Zuschauersaal war von halbrundem Grundriss und verfügte über drei Ränge und eine Galerie. Die Akustik soll auf allen Plätzen gleichmäßig gut gewesen sein. Der Bau wurde vom Leipziger Kaufmann Gottlieb Benedict Zehmisch finanziert und vom Dresdner Architekten Georg Rudolph Fäsch nach dem Vorbild des kleinen kurfürstlich – Dresdner Schauspielhauses von 1754 / 55 errichtet. 1817 gab der Karlsruher Architekt Friedrich Weinbrenner dem Theater eine klassizistische Schaufassade nach Westen hin. In dieser Form hat der junge Wagner das Alte Theater, wie es nach dem Neubau von 1866 / 68 am heutigen Augustusplatz genannt wurde, kennengelernt. Rosalie und Luise Wagner, die Schwestern Richards, waren zeitweilig als Schauspielerinnen engagiert. Wagner hatte es der Gunst des Kapellmeisters Heinrich Dorn zu verdanken, Wagner bezeichnete später diese „Paukenschlag-Ouvertüre“ als den „Kulminationspunkt seiner Unsinnigkeiten“. Einen Fortschritt bedeuteten dagegen seine Ouvertüre und die Schlussmusik nach dem 5. Akt zum Trauerspiel „König Enzio“ von E. Raupach, die ebenfalls im Alten Theater aufgeführt wurden. Wagner hatte sie am 3. Februar 1832 beendet. Sie wurden erstmals am 26. (16.) März 1832 aufgeführt und bei weiteren Vorstellungen des Stückes regelmäßig wiederholt.