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Stand / Druckdatum: 25.07.2014

Der Alte Gewandhaussaal | Richard Wagner ist Leipziger - Leipzig Tourismus und Marketing GmbH

 

 
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Der Alte Gewandhaussaal

Der junge Richard Wagner - Leipzig 1813–1834

 
 
 
 
Zeichnung für die Wandgestaltung von Johann Carl Friedrich Dauthe um 1780, so hat man sich die ursprüngliche Saalarchitektur zur Zeit Richard Wagners vorzustellen.
In den Jahren 1780 / 81 war auf Anregung des kunstsinnigen Bürgermeisters Müller im zweiten Obergeschoss des Zeughausflügels des Gewandhauses in der heutigen Universitätstrasse durch den Architekten Johann Carl Friedrich Dauthe ein Konzertsaal eingebaut worden. Nach ihm trägt das Leipziger Gewandhausorchester noch heute seinen Namen. Der Saal war wegen seiner ausgezeichneten Akustik berühmt. Er bestand bis 1894 und wurde 1893–1901 wegen des Baues des Städtischen Kaufhauses, dem ersten vollständigen Mustermessepalast Europas, abgebrochen. Im Gewandhaussaal wurden eine große Zahl von Wagners Kompositionen aufgeführt. Es begann am 23. Februar 1832 als auf dem Programmzettel des 16. Abonnementskonzertes seine d–Moll Ouvertüre angekündigt wurde. In der Nr. 18 der „Allgemeinen musikalischen Zeitung“ vom 2. Mai 1832 wird darüber berichtet: Am 10. Januar 1833 stand wiederum ein Stück von Richard Wagner auf dem Spielplan des Gewandhausorchesters: Es war Wagners erste und einzig vollendete C-Dur Symphonie. Am Ende des ersten Teiles des Konzertabends trat übrigens auch die erst 13 jährige Pianistin Clara Wieck auf.
 
 
„Eine große Freude hatten wir durch eine neue Ouvertüre eines noch sehr jungen Komponisten, Herrn Richard Wagner. Das Stück erhielt volle erwünschte Würdigung, und in der Tat, der junge Mann verspricht viel: die Arbeit ist nicht bloß klingend, sie hat Sinn, und ist mit Fleiß und Geschick, mit sichtbarem und glücklichem Streben nach dem Würdigsten gefertigt“.
 
 
„Vergangene Weihnachten wurde im Theater eine Ouvertüre (d-Moll) von mir aufgeführt, und vorige Woche sogar eine im großen Conzert; - Du mußt nämlich wissen, daß das letztere keine Kleinigkeit ist; denn ehe etwas für das Conzert von einem jungen Componisten angenommen wird, muß das Werk von allen Musikverständigen von der Conzert-Direktion für würdig gehalten werden; daß meine Ouvertüre also angenommen wurde kann Dir beweisen, daß etwas dahinter ist.“ „Großes Konzert“ lautete die ursprüngliche Bezeichnung für die Leipziger Gewandhauskonzerte. Die erwähnte Aufführung fand am 23.2.1832 statt.

Brief an Ottilie Wagner, zeitweilig in Kopenhagen 03.03.1832 In: Richard Wagner. Sämtliche Briefe. Hg. im Auftrage der Richard- Wagner-Stiftung Bayreuth von Gertrud Strobel und Werner Wolf, Band I, Briefe der Jahre 1830-1842, VEB Deutscher Verlag für Musik, Leipzig, 1979, S. 126
 
Gewandhaus an der Universitätsstraße, Foto von Hugo Richter um 1885 (Stadtgeschichtliches Museum). Der Saal befand sich im 2. und 3. OG. Der erhaltene Eingang, der sich an der rechten Bildkante in der barocken Stadtbibliothek befindet, ist nicht dargestel
Gewandhaus an der Universitätsstraße, Foto Hugo Richter um 1885 (Stadtgeschichtliches Museum). Der Saal befand sich im 2. und 3. OG. Der erhaltene Eingang, der sich an der rechten Bildkante der barocken Stadtbibliothek befindet, ist nicht dargestellt
 
Der Alte Gewandhaussaal bestand bis 1894. In den 1840iger Jahren wurde das Gebäude um ein Geschoss erhöht, dabei entstand das Galeriegeschoss mit den Fenstern. Historisches Foto von Herrmann Walter (Stadtgeschichtliches Museum) -Richard ist Leipziger - Ei
Der Alte Gewandhaussaal bestand bis 1894. In den 1840iger Jahren wurde das Gebäude um ein Geschoss erhöht, dabei entstand das Galeriegeschoss mit den Fenstern. Historisches Foto von Herrmann Walter (Stadtgeschichtliches Museum)
 
 
 
Quelle: Ein Leipziger (Kulturstiftung Leipzig)