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Stand / Druckdatum: 28.08.2014

Der Alte Johannisfriedhof | Richard Wagner ist Leipziger - Leipzig Tourismus und Marketing GmbH

 

 
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Der Alte Johannisfriedhof

Der junge Richard Wagner 1813 - 1834

 
 
 
 
Die Geschichte des Alten Johannisfriedhofs beginnt im Jahre 1278. Hygienische Gründe und insbesondere das häufig Auftreten der Pest waren ausschlaggebend dafür, dass durch eine Verordnung Herzog Georgs aus dem Jahre 1536 der Gottesacker zum alleinigen Begräbnisplatz der Stadt bestimmt wurde. Die letzte Bestattung fand im Jahre 1883 statt. Auf dem Friedhof befinden sich Grabmäler vieler Zeitgenossen Wagners. Seine Mutter, Johanna Rosine Wagner (1778–1848) und seine Schwester Rosalie Marbach (1803–1837) wurden hier begraben. Außerdem befinden sich auf dem Alten Johannisfriedhof die Grabsteine von Franz Matthias von Treuenfeld genannt Eduard Stein (1764–1827),einem Mitglied des Leipziger Stadttheaters, Karl Friedrich August Nobbe (1791–1878), dem einstigen Professor und Rektor der Nikolaischule (1828–1866), Karl Theodor Küstner (1784–1864), dem ersten ständigen Theatordirektor in Leipzig. Des Weiteren sind Johann Friedrich Rochlitz (1769–1842), ein bekannter Musikkritiker der damaligen Zeit und Herausgeber der „Allgemeinen Musikalischen Zeitung“, Christian Theodor Weinlig (1780–1842), Musikdirektor, Kantor an der Thomasschule und Wagners Lehrer, sowie Friedrich Wilhelm Ehrenfried Rost (1768–1835), Professor und Rektor der Thomasschule, zu nennen.
 
 
„Nun, bei der Nachricht von ihrem (Rosalies) Tode, stand mit der Erinnerung an unsren bedeutungsvollen Abschied, wie vom Blitz erleuchtet, der ganze Umfang des edlen Wertes meiner Beziehungen zu dieser Schwester vor mir, und welchen Einfluß dieses auf mich hatte, ward mir später deutlich bewußt, als nach meinen ersten auffallenden Erfolgen meine Mutter unter Tränen beklagte, daß Rosalie sie nicht hatte miterleben können.“

Richard Wagner: Mein Leben. Band 1. Dietrich‘sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig, 1958, S. 249.
 
 
„Anfang Februar ward mir der Tod meiner Mutter gemeldet. Ich eilte sofort zu ihrem Begräbnis nach Leipzig und erfreute mich noch mit tiefer Rührung des wunderbar ruhigen und lieblichen Gesichtsausdruckes der Verstorbenen.

Richard Wagner: Mein Leben. Band 1. Dietrich‘sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig, 1958, S. 582 f.
 
Neogotische Grabstelle des Direktors und Pächters des Alten Theaters Karl Theodor Küstner, gestorben 1864 (Erdbegräbnis der Familie Küstner) - Richard ist Leipziger - Ein Leipziger  (Quelle: Kulturstiftung Leipzig)
Neogotische Grabstelle des Direktors und Pächters des Alten Theaters Karl Theodor Küstner, gestorben 1864 (Erdbegräbnis der Familie Küstner)
 
Grabplatte vom Thomaskantor und Lehrer Richard Wagners Christian Theodor Weinlig - Richard ist Leipziger - Ein Leipziger  (Quelle: Kulturstiftung Leipzig)
Grabplatte vom Thomaskantor und Lehrer Richard Wagners Christian Theodor Weinlig
 
Grabstein von Richard Wagners Mutter und Schwester Rosalie - Richard ist Leipziger - Ein Leipziger  (Quelle: Kulturstiftung Leipzig)
Grabstein von Richard Wagners Mutter und Schwester Rosalie
 
 
 
Quelle: Ein Leipziger (Kulturstiftung Leipzig)