Die Geschichte des Alten Johannisfriedhofs beginnt im Jahre 1278. Hygienische Gründe und insbesondere das häufig Auftreten der Pest waren ausschlaggebend dafür, dass durch eine Verordnung Herzog Georgs aus dem Jahre 1536 der Gottesacker zum alleinigen Begräbnisplatz der Stadt bestimmt wurde. Die letzte Bestattung fand im Jahre 1883 statt. Auf dem Friedhof befinden sich Grabmäler vieler Zeitgenossen Wagners. Seine Mutter, Johanna Rosine Wagner (1778–1848) und seine Schwester Rosalie Marbach (1803–1837) wurden hier begraben. Außerdem befinden sich auf dem Alten Johannisfriedhof die Grabsteine von Franz Matthias von Treuenfeld genannt Eduard Stein (1764–1827),einem Mitglied des Leipziger Stadttheaters, Karl Friedrich August Nobbe (1791–1878), dem einstigen Professor und Rektor der Nikolaischule (1828–1866), Karl Theodor Küstner (1784–1864), dem ersten ständigen Theatordirektor in Leipzig. Des Weiteren sind Johann Friedrich Rochlitz (1769–1842), ein bekannter Musikkritiker der damaligen Zeit und Herausgeber der „Allgemeinen Musikalischen Zeitung“, Christian Theodor Weinlig (1780–1842), Musikdirektor, Kantor an der Thomasschule und Wagners Lehrer, sowie Friedrich Wilhelm Ehrenfried Rost (1768–1835), Professor und Rektor der Thomasschule, zu nennen.