1827 nahm Luise, Richards Schwester, ein Engagement am Leipziger Theater an und zog aus diesem Grund von Breslau nach Leipzig. Ihre Mutter und die jüngeren Geschwister nahmen die Gelegenheit wahr, Dresden zu verlassen und in die alte Heimatstadt zurückzukehren. Auch Richard zog wieder aus Dresden in die Vaterstadt. Die teilweise wiedervereinte Familie Wagner bezog eine Wohnung im Leipziger Pichhof. Dieser Bau entstand 1704 als die Stadt den Bürgern das Pichen von eigenen Fässern (das Auskleiden der Fässern mit Pech) untersagte. Aus Gründen der Brandgefahr sollte das Pichen nicht mehr im Inneren der Stadt stattfinden. Ein eigens dafür angelegter Hof, Pichhof genannt, lag außerhalb des Halleschen Tores, östlich der Gerber Gasse, in etwa auf dem Gelände des heutigen Hauptbahnhofes.Richard Wagners Mutter und seinen Schwestern gelang es auch hier ein warmes und gemütliches Heim für die ganze Familie einzurichten und sogar zu einem Treffpunkt für Künstler zu machen.