Richard Wagner ist Leipziger - Leipzig Tourismus und Marketing GmbH

Augustusplatz 9, D-04109 Leipzig
 
Stand / Druckdatum: 21.08.2014

Die Alte Nikolaischule | Richard Wagner ist Leipziger - Leipzig Tourismus und Marketing GmbH

 

 
Sie befinden sich hier:  ein Leipziger    Die Alte Nikolaischule
 

Die Alte Nikolaischule

Der junge Richard Wagner - Leipzig 1813–1834

 
 
 
 
Nikolaikirchhof mit der Nikolaischule, Foto: Hermann Walter 1879 (Stadtgeschichtliches Museum Leipzig), 1872 bezogen die Nikolaikaner einen Neubau in der heutigen Goldschmidtstraße (Im 2. Weltkrieg zerstört)
Am 14. März 1498 beschloss der Leipziger Rat endlich die Gründung einer Bürgerschule am Nikolaikirchhof. Bereits 1395 hatte Papst Bonifatius IX. in einer Urkunde die Einwilligung zu einer derartigen Schulgründung gegeben. Bis dahin existierte als einzige Schule in Leipzig nur die 1212 gegründete geistliche Thomasschule am Augustiner- Chorherrenstift. 1512 konnte das neue Schulhaus am Nikolaikirchhof 2 endlich den Schulbetrieb aufnehmen. Erster Schulmeister war in den Jahren 1512 / 13 Magister Johannes Rumpfer, der zugleich Dekan an der philosophischen Fakultät der Universität war. Neben Richard Wagner besuchten auch Gottfried Wilhelm Leibniz, Christian Thomasius und Johann Gottfried Seume sowie Guido Theodor Apel, der eng mit Wagner befreundet war, die Ausbildungsstätte. Der schlichte Bau mit seiner spartanischen Ausstattung wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert und erweitert. 1827 war, vermutlich unter der Leitung des Stadtbaudirektors August Wilhelm Kanne (1783–1827), die klassizistische Aula im 2. Obergeschoss entstanden (Richard-Wagner-Aula), deren sparsame Architekturgliederung der Wände bei der Sanierung und Restaurierung des Gebäudes in den Jahren 1991–1994 (nach Befund) wieder hergestellt wurde. In dieser Ausgestaltung etwa, aber mit Schulbänken, denn der Raum wurde außer für Festlichkeiten auch für den normalen Schulbetrieb genutzt, dürfte sie Richard Wagner erlebt haben, als er am 21. Januar 1828 in die Nikolaischule aufgenommen wurde.
 
 
„Ich verließ […] Dresden und die Kreuzschule, und kam nach Leipzig. Auf der dortigen Nikolaischule setzte man mich nach Tertia, nachdem ich auf der Dresdner Kreuzschule schon in Sekunda gesessen; dieser Umstand erbitterte mich so sehr, daß ich von da an alle Liebe zu den philologischen Studien fahren ließ. Ich ward faul und liederlich, bloß mein großes Trauerspiel lag mir noch am Herzen.“

Richard Wagner: Autobiographische Skizze In: Richard Wagner: Sämtliche Schriften und Dichtungen. Volksausgabe Band 1. Breitkopf & Härtel Verlag, Leipzig, 1915, S. 5 f.
 
Schulordnung der Nikolaischule von 1716, Titelblatt - Richard ist Leipziger - Ein Leipziger  (Quelle: Kulturstiftung Leipzig)
Schulordnung der Nikolaischule von 1716, Titelblatt
 
„Wilh. Richard Wagner, Lipsiensis.“, Matrikeleintrag Richard Wagners 1828 in der Nikolaischule - Richard ist Leipziger - Ein Leipziger  (Quelle: Kulturstiftung Leipzig)
„Wilh. Richard Wagner, Lipsiensis.“, Matrikeleintrag Richard Wagners 1828 in der Nikolaischuleurstiftung Leipzig)
 
 
 
Quelle: Ein Leipziger (Kulturstiftung Leipzig)