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Stand / Druckdatum: 22.10.2014

In der Thomas-Schule bei Theodor Weinlig | Richard Wagner ist Leipziger - Leipzig Tourismus und Marketing GmbH

 

 
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In der Thomasschule bei Theodor Weinlig

Der junge Richard Wagner - Leipzig 1813–1834

 
 
 
 
Die Thomasschule, Fotografie von 1875, im linken Gebäudeteil befanden sich Wohn- und Arbeitsräume Weinligs
Nachdem Wagner den Unterricht an der Nikolaischule sträflich vernachlässigt hatte, und den Unterricht zuletzt ein halbes Jahr nicht mehr besuchte, verließ er die Schule 1830, denn es bestand keine Aussicht, dass die Schule ihn in seinem Wunsch an die Universität zu gehen, unterstützen würde. Zu Ostern 1830 wechselte er an die Thomasschule. Er verließ sie ohne Abschlußzeugnis um sich am 23. 2. 1831 als „Studiosus Musicæ“ an der Universität zu immatrikulieren. Ein weiteres Mal begab er sich in die Thomasschule als Schüler des Christian Theodor Weinlig (1780–1842), zu der Zeit Kantor an der Thomasschule zu Leipzig. Der Kompositionsunterricht bei Weinlig machte Wagner zum ernsthaften Studenten der Musik.
 
 
[…] Mein Studium bei Weinlig war in weniger als einem halben Jahre beendet, er selbst entließ mich aus der Lehre, nachdem er mich so weit gebracht, daß ich die schwierigsten Aufgaben des Kontrapunktes mit Leichtigkeit zu lösen im Stande war. […] In demselben halben Jahre komponierte ich auch eine Ouvertüre (CDur- Ouvertüre d. V.) nach dem jetzt etwas besser von mir verstandenen Vorbilde Beethovens, welche in einem der Leipziger Gewandhauskonzerte mit aufmunterndem Beifall gespielt wurde.“

Autobiographische Skizze In: Richard Wagner: Sämtliche Schriften und Dichtungen. Volksausgabe Band 1. Breitkopf & Härtel Verlag, Leipzig, 1915, S. 7 f.
 
Thomaskantor Christian Theodor Weinlig (1780–1842), Archiv des Thomanerchors - Richard ist Leipziger - Ein Leipziger  (Quelle: Kulturstiftung Leipzig)
Thomaskantor Christian Theodor Weinlig (1780–1842), Archiv des Thomanerchors
 
Die Thomaskirchhof um 1830, Farblithografie von Adolph Werl (Stadtgeschichtliches Museum Leipzig) 1: Schneiderherberge 2:Thomasschule 3: Thomaskirche
 
 
 
Quelle: Ein Leipziger (Kulturstiftung Leipzig)